Waldemar Podosinnikow
kam im Februar 1996 als 14-jähriger Spätaussiedler aus Kasachstan zum SuS Enniger. Er hatte bereits dort eine
umfangreiche Leichtathletik-Ausbildung genossen, konnte sich aber hier noch verbessern.
Bereits im ersten Jahr schaffte er die Norm für die Deutschen Blockwett-kampf-Meisterschaften und belegte
den 9. Rang im Block Sprint/Sprung. Bei den Westfalenmeisterschaften wurde er gleich 3x Westfalenmeister:
beim Hochsprung, Weitsprung und beim Blockwettkampf.
Ein Jahr später, 1997, belgte Waldemar bei den Deutschen Blockwettkämpfen Sprint/Sprung den 5. Platz
und verbesserte dabei den seit 1985 bestehenden Westfalenrekord. Bei den Westfalenmeisterschaften sammelte
er gleich vier Westfalenmeistertitel: beim Hochsprung in der Halle und später im Freien, beim
Weitsprung und beim Blockwettkampf. Waldemar sprang in diesen Jahr 6,35m weit und 1,97m
hoch. Waldemar wurde durch seine hevorragenden Leistungen durch den Landesverband zu den
Länderkämpfen Hessen-Westfalen und Holland-Westfalen eingeladen und eingesetzt.
Im Hochsprung stand er mit dieser Leistung
an erster Stelle der deutschen Bestenliste (sprang also so hoch wie
kein anderer seines Alters im Jahr 1997), woraufhin er in das D-Kader Hochsprung aufgenommen wurde und die
DLV-Bestennadel erhielt. Der für den Hochsprung verantwortliche Bundestrainer wurde ebenfalls auf ihn aufmerksam
und lud ihn zu einigen Fortbildungen im D/C-Kadere in.
Als B-Jugednlicher erfüllte Waldemar 1998 die Norm für den
Hochsprung bei den Deutschen Jugendmeisterschaften und in belegte bei
dieser Meisterschaft in Berlin einen 10. Platz. Bei den
Westfalenmeisterschaften sammelte er zwei weitere Titel: Er gewann in
der Halle und im Freien jeweils den Hochsprungwettbewerb.
Westfälischer Vizemeister wurde er beim 5-Kampf und Platz 3
belegte er beim Weitsprung. Aufgrund seiner Hochsprungleistung von
übersprungenen 1,98m erhielt Waldemar erneut die DLV-Bestennadel.
Im späten Herbst 1998 zog sich Waldemar
bei einem Stabhochsprunglehrgang in Warendorf eine schwere
Fußverletzung zu, die ihn das ganze Jahr 1999 über stark
behinderte. Totz dieser schmerzhaften Fußver-letzung ging er bei
den westdeutschen Hallenmeisterschaften beim Hochsprung an den Start.
Mit erstmalig übersprun-genen 2,00m sicherte er sich den Titel als
westdeutschen Jugend-Hallen-meister im Hochsprung. Bei den
Westfalenmeisterschaften setzte er seine Titelsammlung fort. Er wurde
sowohl Westfalenmeister in seiner Altersklasse ,sowie auch eine
Altersklasse höher. Die gesamte Freiluftsaison fiel für
Waldemar wegen der erlittenen Fußverletzung aus. Zwar erhielt
Waldemar erneut eine Einladung für den D-Landeskader Hochsprung,
doch konnte er sich von seiner Verletzung nie richtig erholen. Im Jahr
2000 versuchte es Waldemar noch einmal bei den westfälischen
Hallenmeisterschaften. Er ging beim Hochsprung an den Start und belegte
den 3. Platz, hörte dann aber anschließend mit der
Leichtathletik auf.
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